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Die schönsten und lebensvollsten Gedichte!
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Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) Rezension bezieht sich auf: Die Gedichte 1892-1962 (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch) Hermann Hesse ist bekannt als der Autor so schöner Bildungs- und Entwicklungsromane wie „Narziß und Goldmund", „Siddharta", „Demian", „Der Steppenwolf" und des Alterswerkes „Das Glasperlenspiel", die ich rechtzeitig in meiner Sturm-und Drangzeit verschlungen habe. Daß er auch in der kondensierten Form des Gedichtes unheimlich schöpferisch und produktiv war, davon zeugen diese Gesammelten Gedichte in chronologischer Reihenfolge, die Volker Michels als Herausgeber der Werke Hesses zusammengestellt hat. Sein Gedicht „Stufen" ist dabei sicher das bekannteste, der darin enthaltene Vers „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" betitelt gern kleinere Gedichtsammlungen von Hesse. Er hat aber neben vielen Gelegenheitsgedichten auch andere tiefsinnige Verse gemacht, etwa im Bemühen um sein Jesus-Bild das Gedicht „Der Heiland", die kurze Definition von „Philosophie", das von der Einsamkeit des Einzelnen handelnde Gedicht „Im Nebel"; oder auch, was „Glück" ist, wie man „Jeden Abend" seinen Frieden machen soll mit dem vergangenen Tag, was Blüten und Gedanken verbindet (im Gedicht „Voll Blüten"), was Tod bedeuten kann (das Gedicht „Im Altwerden"), schließlich das Betonen der inneren Werte und der Kunst zu leben in Gedichten wie „Bekenntnis", „Weg nach Innen" und „Bücher". Für mich sind es neben den „Liebesgedichten" Erich Frieds die schönsten und lebensvollsten Gedichte. (24.06.2003)
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 25. Juni 2003 |